Aufarbeitung Corona

Die Berliner Zeitung setzt ihre Reihe zur Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen fort. Unter anderem geht es in dem Artikel um das Spannungsverhältnis zwischen seelenloser, neutraler Verwaltung und dem Bürger, der Bürgerin, die Persönlichkeits- und Grundrechte geltend machen.

Oder haben die Verwaltungsbeamtinnen und -beamten nur ihren Job gemacht, wie man so unschön sagt, und sich trotz persönlicher Zweifel gesagt, in einer Pandemie sei so etwas eben „normal“ und „aufgrund des Bevölkerungsschutzes“ notwendig? Hat sich die Unterzeichnerin vor Augen geführt, an wie viele unterschiedliche Personen dieser immer gleiche Brief geht, auf wie viele unterschiedliche Wohn- und Familienverhältnisse er trifft? Oder ist es das Wesen der Verwaltung, solche Rücksichtnahmen nicht zu kennen, sondern einfach zu jedem Zeitpunkt zu „funktionieren“, und verweist dies auf ein größeres Phänomen, das uns auch zukünftig und über Corona hinaus beschäftigen muss? Die Entindividualisierung des fünfjährigen Jungen als „enge Kontaktperson (Kategorie I)“ sollte uns zu denken geben.

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