Überlegungen zur Inklusion

Lange gab es hier nichts Neues zu lesen. Obwohl doch einiges an Lesenswertem in diversen Zeitungen erschien. Ich bastele an einem neuen Artikel. Es gab viel Fußball und einiges andere mehr, womit man sich beschäftigen kann, wenn man seinen Blog nicht gerade auffüllen will.
In der „Welt“ erschienen in den letzten Tagen zwei Artikel, die mir recht gut wiederzugeben scheinen, was bei der Umsetzung der Inklusion viele Lehrer an den Rand der Überforderung bringt.

Artikel 1

Artikel 2

Ich teile nicht alles, was in den Artikeln steht. Was mir aber Fakt zu sein scheint, ist,

dass die Lehrer häufig unvorbereitet in eine überkomplexe Situation geschickt wurden. Unterricht und Beziehungsgestaltung zu den Schülern, Rollenverteilungen in Klassenteams mit unterschiedlich sozialisierten Lehrkräften erfordern Zeit für Besinnung, Reflexion, nicht zuletzt mit externen Beratern. Die Verführung ist groß, alles, was nicht gelöst werden kann, mit neuem Personal zu kompensieren: Schulbegleiter, mehr Sozialpädagogen, mehr Erzieher, mehr Sonderpädagogen. Der Hamburger Senator findet keine Erklärung dafür, dass die Zahl der förderbedürftiger Schüler in die Höhe schnellt. Die „Welt“ schreibt, dass sich Eltern einen verbesserten Status versprechen, wenn ihr Kind Förderbedarf zugeschrieben bekommt. Meines Erachtens ist die Zuschreibung eines Förderbedarfs der Versuch eines Auswegs aus der Überforderung, eine Chiffre für fehlende Zeit, für fehlende Vorbereitung, für fehlende Unterstützung im Verstehen dessen, was in den Kindern und zwischen ihnen, in den Lehrern und zwischen ihnen „abgeht“. Die Arbeit an der Lehr- und Lernkultur kann nicht mit der Zuweisung dieser oder jener Stellen kompensiert werden.

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