Ungetestete Pillen für Kinder und zwei Literaturhinweise

In seinem Gutachten warnt das höchste deutsche Expertengremium vor Fehlern in der medizinischen Versorgung bei Babys, Jugendlichen und Alten. VON DANIEL SCHULZ

Ein Bericht in der taz vom 2.7.2009

„Eine weitere Fehlentwicklung konstatieren die Gutachter bei der Behandlung mit Psychopharmaka. Stimulierende Medikamente würden Kindern allzu sorglos verabreicht. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der selbst bis 2005 im Sachverständigenrat saß, bestätigt: „Leider versuchen noch zu viele Ärzte und Eltern, schulische, erzieherische oder soziale Probleme mit Medikamenten zu lösen.“ Der Mediziner und Ökonom verlangt mehr Aufklärung bei Medizinern und Eltern. „Es kann nicht sein, dass das Kind mit Psychopharmaka behandelt wird, weil es sich in der Schule gerade nicht so richtig konzentrieren kann, oder weil es den Eltern zu zappelig erscheint“, sagt Lauterbach. „Die Leistungssteigerung per Tablette kann sehr schnell gefährlich für das Kind werden.“

Den ganzen Artikel gibt es hier: taz-Artikel Pychopharmaka für Kinder

Dazu zwei Literaturhinweise:

Marianne Leuzinger-Bohleber u.a. „Weißt du manchmal möchte ich nicht mehr leben …“

und Rolf Haubl, Katharina Liebsch: „Wenn man teufelig und wild ist. Funktion und Bedeutung in der Sicht von Kindern,
beide Aufsätze in Rolf Haubl/Frank Dammasch/Heinz Krebs: Riskante Kindheit, Vandenhoeck & Ruprecht, 2009

und

Marianne Leuzinger-Bohleber u.a.: ADHS – Frühprävention statt Medikalisierung, Theorie, Forschung, Kontroversen. Vandenhoeck & Ruprecht, 2006

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