Psychologie in der Zwickmühle der Verwertung

Psychotherapie ist enggeführt durch ihre gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei wird ihr, als Teil des Gesundheitswesens, aufgebürdet, was andere Sektoren der Gesellschaft – wie Bildung und Soziales – nicht lösen können, entweder weil die gesetzlichen Grundlagen fehlen oder weil es im herrschenden Verständnis von Krankheit und Gesundheit, von Teilhabe und Entwicklung keinen Ort für das gibt, was Psychotherapie ist oder sein könnte. Die dahinter liegende Frage, wie Psychotherapiebedürftigkeit entsteht, wird teilweise angesprochen, ist aber nicht Hauptthema. Interessant ist aber der Aspekt, dass genaugenommen die unterfinanzierte Bildungs- und Sozialpolitik dafür sorgen, dass Dysfunktionalitäten, Störungen, die auf die Desorganisation dieser Systeme zurückgehen, in individualisierte Krankheiten verwandelt werden, deren Eigenart es unter anderem ist, dass sie für das Gesundheitssystem – unter anderem mit Psychotherapie -, so wie es verfasst ist, nicht behandelbar sind. Psychologie in der Krise

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