Bescheidenheit empfehlenswert

Fehlschläge von Prognosen legen nahe, dass Untersuchungen nicht das messen, was wir zu messen meinen

Wissenschaftlich unterfüttert wird solcherlei Expertenskepsis von dem amerikanischen Psychologen Philip Tetlock, der über 20 Jahre hinweg 28.000 Prognosen von fast 300 Experten aus Politik, Wirtschaft und Militär auswertete und dabei zu dem Ergebnis kam, dass Spezialisten keine besseren Voraussagen treffen als gutinformierte Laien. Es spielte dabei auch keine Rolle, ob ein Experte einen Doktortitel hatte oder nur das Vordiplom. Und schlimmer noch: Die Experten schätzten ihre Prognosen auch noch besser ein, als sie tatsächlich waren.

Hier eine Sammlung weiterer Irrtümer

Kritische /kritische Psychologie – es gibt sie noch

„Bandenbildung“

ist eine der Empfehlungen eines Kongressbandes („Perspektiven kritischer Psychologie und qualitativer Forschung. Zur Unberechenbarkeit des Subjekts“).

Aber es geht auch weniger abenteuerlich und rabaukig zu. Dafür um so mehr tiefschürfend, analytisch und die Entwicklungslinien der Psychologie herausarbeitend. Eine große Hilfe, falls Psycholog/inn/en die Absicht haben sollten, sich im Verwertungskampf in und mit Institutionen zu positionieren. Und über Geschichte und Perspektive sollten wir doch einen gewissen Überblick haben, oder?

Erfreulicherweise ist die Leseprobe so ausführlich, dass man aus ihr schon einiges erfahren kann.