Bildungshorizonte

Man sollte glaube, , dass die Themen Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, die Frage: »Wie wollen wir leben?« an Schule und Bildung nicht vorbeigehen. Vielleicht hat sich etwas verändert, seitdem Fridays for Future stattfinden. Aber hat sich auch etwas am Bildungsverständnis verändert? Ist in der Diskussion, dass Subjektorientierung, Verantwortung, Persönlichkeitsentwicklung neu gedacht werden müssen? Dass Bildung mehr ist als Passung und Anpassung? Dass die Art zu lernen, die ausgewählten Themen und ihre Verknüpfung mit der Gesellschaft auf das aktuelle und spätere Handeln der jungen Menschen haben?

Im Alltagsgeschäft der Optimierungs- und Vermessungsarbeit dürfte das verloren gehen. Matthias Greffrath stellt diesen Zusammenhang in einer Essay-Reihe her. Lesenswert:

Wer von Demokratie redet, ohne über dieses gemeinsame Eigentum reden zu wollen, der meint es nicht ernst. Denn Demokratie setzt Sicherheit voraus. Wer Angst um sein Auskommen, seine Gesundheit, sein Alter haben muss, wer nicht durch Bildung in die Lage versetzt wird, urteilsfähig zu sein – der mag Bewohner eines Landes sein, aber er ist, im starken Sinne des Wortes, noch kein Bürger. Das sozialdemokratische Jahrhundert hat an der Herstellung einer solchen bürgerlichen Sicherheit gearbeitet – durch Vollbeschäftigung, durch Umverteilung, und, was noch wichtiger ist, durch Bildung. Und auf dem Gipfel dieser Geschichte haben wir Deutschen sogar – als milde Erben des radikalen Bürger-Industriellen Rathenau – den Satz, dass Eigentum verpflichtet, in unsere Verfassung geschrieben.

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