Die Entkernung des Solidaritätsbegriffs

Misstrauen als neue Lebensweise?

Dass die Coronamaßnahmen der Politik mit der Art ihrer Begründung – mit der Ausblendung kritischer Stimmen, mit methodischen und methodologischen Unzulänglichkeiten der Datenerhebung, die keiner Reparatur unterzogen werden – die Grundlagen der Republik und unseres Zusammenlebens in Richtung Obrigkeitsstaat und Demokratieabbau verschieben, kann kaum mehr bezweifelt werden. Andererseits – aber auch zu dieser Entwicklung passend – haben es Stimmen schwer, überhaupt Gehör zu finden, die auf die möglichen Folgen dieser Verdrehungen hinweisen.

Angsterzeugung

Eine besonders perfide Strategie scheint jene systematischer Angsterzeugung zu sein, gekoppelt mit Propaganda von Werbefilmchen. Dagegen meldet sich Matthias Rudlof (Institut für ganzheitliche Entwicklung und Bewusstsein) zu Wort. Unter anderem kritisiert er eine neue Normalität der sozialen Distanzierung, der Furcht vor Mitmenschen und vor Krankheiten. Der Solidaritätsbegriff werde seines traditionellen Inhalts beraubt und einem Herrschaftsinteresse einverleibt:

Wahre Solidarität bedeutete in der Geschichte immer das beherzte Engagement von Menschen für Menschen und die Überwindung sozialer Ungleichheit durch Herrschaftskritik. Nun soll Solidarität im Kriegsnarrativ des harten gemeinschaftlichen „Kampfes gegen den Virus“ bedeuten, sich ohne kritischen Widerspruch mit der Weltsicht der Herrschenden und ihren Coronamaßnahmen zu identifizieren.

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