Tiefenwirkungen von Testen, Impfen etc.

Der hier verlinkte Artikel stellt eine Ebene von Corona in den Vordergrund, die in aller Regel keine Beachtung findet. Insofern muten manche Inhalte zunächst überraschend oder gar schräg an – was sie aber nicht sind. Vielmehr geht der Autor Michael Ley Aspekten nach, die viele von uns vielleicht schon einmal selbst in einem Anflug des Aufmerkens „dachten“ (was geschieht hier eigentlich gerade?) , dann aber im rationalen (?) Lebensbewältigungsprozess wieder „vergaßen“ – zumal die „anderen“ und die Medien davon ebenfalls keine Notiz nahmen. Die Beiläufigkeit von Wirkungen ist aber noch kein Beleg für ihre Folgenlosigkeit.


So erklären „wir“ uns bereit, Schmerzen in Kauf zu nehmen, Opfer zu bringen, wenn wir uns einem PCR-Test unterziehen. Wir lassen Eingriffe zu, die wir „normalerweise“ ablehnen. Ley stellt Verbindungen her zu Ritualen, die Novizentum beinhalten und Zugehörigkeiten zu Gemeinschaften durch Initiationsriten besiegeln, eine Verpflichtung auf ein Lebensbild der Gesellschaft verkörpern. Wer will, kann hier Verbindungen zur Biopolitik herstellen und zu Interessen, neue Regulierungsprozeduren zu etablieren, nachdem in vielen Gesellschaften und weltweit „Grenzenlosigkeiten“ die bekannten Kontrollkonzepte schon vor Corona infrage stellten. Wenn hier jemand neu regulieren will, hat er und hat sie eigene Interessen, die sich umso besser durchsetzen lassen dürften, wenn von bisher üblichen Regeln wissenschaftlich-rationaler und dialogischer Gestaltung, die der Aufklärung entstammen, Abstand genommen wird.


Das lässt sich nicht einfach von der Hand weisen. Beispielsweise gibt es nach einem Jahr noch immer keine repräsentativen Untersuchungen über den Grad der Virusverbreitung in der Bevölkerung. Hier werden wir zielstrebig in Unwissenheit gehalten.