Warnhinweis: Entfremdetes Lernen gefährdet Gesundheit und Leben

Im Zusammenhang mit dem Tod von Robert Enke haben wir sehr viel gehört von Leistungsdruck und Stress, davon, wie sehr die Angst zu versagen Menschen beschämen und in die Verzweiflung treiben kann – bis zum Tod. Seine Geschichte – nicht zuletzt eine der Versagensangst – druckte der Spiegel eine Woche nachdem der Artikel über Stress und entfremdetes Lernen an Gymnasien erschienen war. (Einen Link gab‘ in diesem Blog) Mehr als eine zufällige Reihung oder doch Ausdruck einer Lebensform am Rande der (Selbst-) Zerstörung?

Hier  Links zu einigen Texten im Zusammenhang mit Robert Enke und unserer Lebensform:

Spiegelfechter, taz-Artikel zu Robert Enke, Micha Hilgers in der FR

Ministerin Sommer plädiert für Reduktion – ist sie damit schon auf dem Weg einer Humanisierung der Schule?

Ministerin Sommer will mal anhören, was die Schüler zu sagen haben … und sie sich kommen lassen. Jetzt sollen es die Schulen richten, die Lehrpläne zu entrümpeln, im Namen der Eigenverantwortung.

Ministerin Sommer: die Schulen müssen reduzieren Diese fürchten aber vermutlich, dass sie, wenn sie reduzieren, im Konkurrenzkampf an Ansehen verlieren. Schmalspur-Abitur, ein verheerendes Markenzeichen? Zeigen sich hier Grenzen der Eigenverantwortung oder kommt es jetzt darauf an, intelligent das Abitur weiterzuentwickeln? Geht das überhaupt in einer immer weiter auf die Spitze Wettbewerbs“kultur“, auf die Spitze getrieben auch von Frau Sommer und ihrer Partei? Die Leistung, die Mittel zum Zweck der Dominanz der Mitbewerber ist, untergräbt die Notwendigkeit und das Bedürfnis der Menschen zu kooperieren. Konkurrenz und Versagensangst isoliert sie voneinander. Solcher Leistungsdruck ist dumm und armselig und macht dumm. Eltern, die wissen, wie wie die Schule und wie die Lizenzvergabe für gehobene gesellschaftliche Positionen funktioniert, stehen in der Gefahr, sich zum Fürsprecher sinnentleerten Lernens zu machen.

Stattdessen braucht die Schule Lehrer, Schüler und Eltern, die einen Rahmen für Individualität und Kooperation schaffen. Der Zeitpunkt der Entscheidung über Interessens- und Berufswege muss möglichst weit nach hinten verlegt werden, bis sich – auch durch Schule – stark gewordene Persönlichkeiten herausgebildet haben. Mit Entrümpelung der Lehrpläne springt die Ministerin zu kurz. Wenn schon alles Lernen immer unter der Angst des Versagens stattfand, kann Persönlichkeitsbildung gar nicht stattfinden, die doch angeblich so heiß gewünscht ist.

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