Für das Gemeinwohl arbeiten

Wir schimpfen auf den Staat und die Politiker und die Beamten machen wir als faule Sesselfurzer runter, denen es nur um einen sicheren Job geht. Und wer in der privaten Wirtschaft viel Geld macht, den bewundern wir womöglich auch noch als tollen Hecht, den sein „Erfolg“ sexy macht. Gleichzeitig wünschen wir uns eine funktionierende Verwaltung mit kompetenten Mitarbeitern und Beamte, die es etwa in Fragen der Finanzmarktregulierung mit den schwerreichen Bankvorständen, ihren hunderten Top-Anwälten und ihren finanzkräftigen Lobbys aufnehmen können. All das geht aber nicht zusammen. Das niedrige Sozialprestige, das wir Staatsdienern zubilligen, macht es zusätzlich unattraktiv für ehrgeizige und gleichzeitig idealistische junge Menschen, einen Job für das Gemeinwesen anzunehmen. Man sollte das ändern.

Ein Kommentar von Robert Misik

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