Wie öffentliche Schulen zielstrebig zu Schulen der Wirtschaft werden

Immer weniger stehen Schülerin und Schüler im Mittelpunkt der sogenannten Bildung. Die Orientierung der Lehrpläne an singulären Kompetenzen und die Vernachlässigung des Nachdenkens über Zusammenhänge, Interessen und emanzipatorische Aufgaben von Bildung schreiten voran.

In einem längeren Artikel führt Magda von Garrel das auf den Nachdenkseiten aus.

Wenn eine Mehrheit der Leiter von Stadtteilschulen in Sorge ist,

sorgt das den Senator Ties Rabe nicht. Sein Lösungsvorschlag: Die Schulleiter sollten ihre Arbeit tun

Vor den Sommerferien veröffentlichten 51 von 59 Schulleitern einen Brief, in dem sie davor warnten, die Stadtteilschulen könnten scheitern.

Hier der Bericht der Welt und hier ein Interview in der Zeit.

Hier eine karge Pressemitteilung, von der man nicht genau weiß, ob sie sich auf die Angelegenheit bezieht.

Nach den Ferien kam die GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze zu Wort.

Man darf vermuten, dass die Schulleiter es sich mit ihrer Wortmeldung nicht leicht gemacht haben. Der Senator ist bekannt dafür, dass er mit Kritikern rabiat umgehen kann. Beteiligung und Fachwissen der Praktiker einzubeziehen, ist seine Sache nicht. Noch dazu, wenn sie sich seinen Großplanungen und seiner Tonnenideologie („Graf Zahl“) nicht beugen.

Der Mikrokosmos der Bildungsbenachteiligung

oder die Ordnung der Dinge

Somit stellt sich die Frage, wie stark die Erfahrungen der Lehrer_innen in der Entwicklung des Bildungssystems überhaupt berücksichtigt werden und ob die Logik des mehrgliedrigen Schulsystems nicht längst überholt ist.

Hier geht es zum Artikel Das Fundament der sozialen Schere

http://wasbildetihrunsein.de/2016/09/12/das-fundament-der-sozialen-schere/