Wie positionieren sich Psychologinnen und Psychologen in der Corona-Politik?

»Oder folgen sie einem humanistisch-emanzipatorischen Verständnis des Menschen als
Lebewesen mit Eigensinn und selbsttätigem Bewusstsein, das sich in einer sozialen Um- und Mitwelt auf seine ganz eigene Weise in seiner Individualität, mit seinem ganzen Potenzial, entfalten möchte?

Im humanistischen Menschenbild der Selbstentfaltung des Individuums kann es, ja muss es in spätkapitalistischen Gesellschaften zu Reibungen und Widersprüchen mit sozialen und
gesellschaftlichen Systemen kommen. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen erlebten Widersprüchen im Sinne einer kritischen Bewusstseinsentwicklung trägt gleichermaßen zur Reifung der Persönlichkeit und zu einem fundierteren Systemverständnis bei. Dies kann auch das engagierte gesellschaftliche Zusammenleben informierter Bürger*innen fördern, denn eigenständige konfliktfähige Menschen sind die besten Träger einer demokratischen Kultur und Gesellschaft.
«

heißt es in einer Stellungnahme der Neuen Gesellschaft für Psychologie (ngfp.de). Die Stellungnahme kann hier vollständig heruntergeladen werden.

Die Stellungnahme grenzt sich explizit von Positionen des BDP ab, die hier auch schon einmal kritisiert wurden.

Sie ist geeignet, Selbstverständnisse in Kollegien von Beratungsdiensten und in Psychologieverbänden zu reflektieren.

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