Zwanzig Jahre Salamanca-Erklärung

Sie brachte uns die Inklusion

Nein. Sie hätte sie uns bringen können, wenn … Sie brachte sie uns  nicht. Sie brachte uns eine Verfeinerung des selektiven Schulsystems in Deutschland. Und damit eine Zunahme von Widersprüche und Unhaltbarkeiten.

Brigitte Schumann beschreibt das näher

über forum-kritische-paedagogik.de

Schluss mit PISA

fordern zahlreiche Bildungsexperten.

Denn auf Dauer behindern die daraus entstehehnden Lernformen kritisches Denken und Unterrichten. Sie verderben den Charakter. Zudem mangelt es dem PISA-Komplex an demokratischer Legitimation.

Hier ist die Petition nachzulesen

Wer will, kann sie auf diesem Weg unterschreiben

Hinweis gefunden bei nachdenkseiten.de

Vertraulichkeit und Überwachung

Hier ging es in den letzten Beiträgen häufig darum, dass sich die Voraussetzungen subjektorientierter Beratung verschlechtern. So werden durch zahlreiche, sich widersprechende Aufgaben Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Verschwiegenheit gesät.

Verwaltungen und Regierungen (governance) wollen Steuerung und Belehrung. Die Menschen sollen sich dem Großen und dem Ganzen fügen. Das Große und das Ganze ist der Markt, auf dem alles zur Ware wird. Nicht weit davon entfernt sind Überwachung und Verdatung – denn Steuerung und soft governance erfordern sie zwingend. Insofern kann die Beschäftigung mit den Ausspähaktionen von NSA & Co Argumente für den Stellenwert des Privaten und für die Respektierung der Grundprinzipien der Beratung liefern. Dazu Hier ein Link zu einem Buch von Markus Beckedahl und André Meister

Auf einen anderen Eingriff macht die Neue Gesellschaft für Psychologie aufmerksam. Hier geht es darum, dass die Bundeswehr für die Behandlung von traumatisierten Soldaten zivilen Therapeuten über Vereinbarungen mit der Ärztekammer Auflagen machen konnte.

Für Beratung wird es eng …,

… zumindest für diejenigen, die unter Beratung eine prozessorientierte, personennahe, ergebnisoffene, weisungsunabhängige Unterstützung verstehen

Wie hier schon mehrfach beschrieben und beklagt ist der obengenannte Beratungsansatz in der Hamburger schulbezogenen Beratung gefährdet. Konzeptionelle Schwächen, fehlendes Wissen über Nutzen und Rahmenbedingungen prozessorientierter Beratung sowie ein der Diskussion unzugänglicher Rausch der Funktionalisierung sind dafür verantwortlich. Ich beschreibe das noch einmal in dem Aufsatz Subjektorientierte Beratung in der Krise

Darin ist noch nicht berücksichtigt, dass  den Beratungsabteilungen der ReBBz mit einer neuen Dienstanweisung die Bearbeitung der Anträge auf Schulbegleitung zugewiesen wurde. Damit liegen die Gewährung oder Nichtgewährung von Hilfen einerseits und freie, unabhängige Beratung andererseits in einer Institution – beratungstheoretisch ein Unding.

Dabei war (und ist, sofern sie noch respektiert ist) unabhängige, weisungsungebundene Beratung gerade auch bei öffentlichen Trägern (jeder sollte sie sich leisten und Zugang zu ihr haben können) ein Fortschritt und gesellschaftlicher Konsens (vgl. Katharina Gröning). Weiterlesen „Für Beratung wird es eng …,“

Nach wie vor stabilisieren sich die Eliten über Bildung

Gemeinhin wird Bildung als wesentliches Mittel gedacht, dass untere Schichten einen Aufstieg schaffen können

Dieser Weg ist jedoch weitgehend verschlossen. Das zeigt das folgende Interview, das auf den Nachdenkseiten erschien. Es gibt weitere Links, u.a. zu einer Studie, die die Abschließung belegt.

PISA als Putsch

Wer über die strategische und gesellschaftliche Bedeutung von PISA Hypothesen sucht und sich einen Reim auf das immer wiederkehrende Getöse um Durchschnitte und Rangplätze machen möchte, findet in einem Interview, das die Wirtschaftswoche mit Professor Volker Ladenthin führte, reichlich Anregung. Ein Fazit ist: Was PISA misst, ist nicht das, was die Bundesländer in ihren Verfassungen als Ziele von Bildung definieren. Und weiter: Die Auswechselung der Inhalte und Ziele ist ohne öffentliche Debatte und ohne parlamentarische Beschlüsse vonstatten gegangen.